Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Archive: Tempelhof – Schöneberg

Haben die Bezirke, der Senat oder der Bund die Übersicht verloren?

Kein Politiker hat mehr im Blick, wer auf dem Markt der Helfer unterwegs ist.
Ergebnis, wenn Politik nichts Besseres zu tun, als alle möglichen Aufgaben zu privatisieren, die früher einmal die Jugendämter gemacht haben, weil sie glauben, es sei billiger.
Fazit:  Schluss mit der Auslagerung und Privatisierung öffentlicher Aufgaben.

Einem Großprojekt der Berliner Treberhilfe droht durch den Skandal nun das Aus

Das Unternehmen Treberhilfe hat das Grundstück der ehemaligen Schwielowsee-Schule in Schöneberg mit diversen Gebäuden für 460 000 Euro gekauft und will es für einen zweistelligen Millionenbetrag sanieren. Dort soll ein Sozialzentrum mit Krisendienst, Familienzentrum und Obdachlosenheim entstehen. Die Schaffung von 100 Plätzen für Obdachlose ist umstritten.

ver.di fordert den Senat auf, seiner Aufsichtspflicht über die freien Träger in unserer Stadt nachzukommen

Pressemitteilungen von der Gewerkschaft ver.di
26.02.2010
Soziale Träger in Berlin (41)
ver.di fordert wirksame Kontrollen

Was kostet die Auslagerung des Winterdienstes für die bezirklichen Immobilien dem Bezirk?

Zum Lesen und Überdenken gibt es einen sehr interessanten Artikel in der jungen Welt unter der Überschrift:
Chaos als Normalzustand
Vorabdruck. Glatteis in Berlin: über die volkswirtschaftlichen Kosten und die weitere Zerstörung der Daseinsvorsorge
Abschnitt – Privatisierung der Räumdienste

Quelle:
http://www.jungewelt.de/2010/02-26/022.php

Senat greift bei Maserati-Affäre durch

Der „Sozialmaserati“ der Berliner Treberhilfe ist inzwischen verkauft. Jetzt weitet sich die Affäre zu einer Debatte über die Finanzierung aller sozialen Träger aus. Die Verwaltung will das Finanzgebaren von Sozialeinrichtungen prüfen.

Staatssekretär Fritsch sagte, der Betrieb eines Sportwagens aus Sozialleistungen, die das Land für die Betreuung von hilfebedürftigen Berlinern bereitstelle, habe „mit Sozialwirtschaft gar nichts mehr zu tun“. Die Mittel seien ausschließlich für Projekte der Hilfebedürftigen zu verwenden.
vollständiger Artikel unter:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Treberhilfe;art270,3039847

Rationalisierung der Schulen- Bertelsmannisierung

Was verbirgt sich dahinter?

http://www.bertelsmannkritik.de

hierzu lese man auch:
Bertelsmann-Stiftung und Privatisierung

Mitschüler kämpfen um jungen Iraner

14-jähriger Gymnasiast soll abgeschoben werden – seine Mitschüler protestieren dagegen. Doch die Chancen stehen schlecht. Für die Behörden stellt eine Ausweisung kein Problem dar.

„Ali soll bleiben“, steht auf den Plakaten, die die Klasse 8G des Heinrich- von-Kleist-Gymnasiums gebastelt hat. Sie haben T-Shirts gedruckt, eine Unterschriftenaktion gestartet und einen Brief geschrieben, den sie heute Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vorlegen wollen, weil ihr Klassenkamerad nach Griechenland abgeschoben werden soll.
vollständiger Artikel unter:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Abschiebung-Ausweisung;art270,3037731

Wo bleibt die Kinder- und Jugendarbeit?

Zwischen realem Krisenszenario und statistischen Ungereimtheiten
KOM DAT Jugendhilfe Heft Nr. 3/09

Ergebnisse für Berlin und Nordrhein-Westfalen geben Rätsel auf.
Während in 14 der 16 Bundesländer der Rückgang der öffentlich geförderten Maßnahmen bei bis zu 14% liegt – bzw. für Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sogar Zuwächse zu verzeichnen sind –, werden für Berlin 2008 rund 45% sowie für Nordrhein-Westfalen immerhin 29% weniger öffentlich geförderte Maßnahmen gezählt als noch 2004.

Angesichts dieser auf dem Papier ›erdrutschartigen‹ Rückgänge lassen sich Anfragen an die Zuverlässigkeit dieser Daten nicht vermeiden. So soll sich in NRW die Zahl der öffentlich geförderten Maßnahmen der Jugendarbeit zwischen 2004 und 2008 von rund 19.200 auf etwa 13.600 reduziert haben. Das wäre der mit Abstand niedrigste Wert seit der ersten Erfassung 1988. Dabei haben laut Statistik im Vergleich zu 2004 die Jugendverbände als Trägergruppe 2008 etwa 6.000 Maßnahmen weniger durchgeführt (-65%), während die Zahl der durchgeführten Maßnahmen anderer Trägergruppen sogar leicht zugenommen hat. Selbst unter Berücksichtigung knapper finanzieller Spielräume in den Kommunen oder auch einer Veränderung und der Kürzung der Landesförderung für die Kinder- und Jugendarbeit im Allgemeinen sowie die Jugendverbandsarbeit im Besonderen ist ein derartiger Rückgang nicht zu erklären.
vollständiger Artikel unter:
http://www.akjstat.uni-dortmund.de/akj/komdat/pdf/komdat36.pdf


Maserati-Mann empört Obdachlosenhelfer

Von Julia Jüttner
Seine Klientel hat oft nur das, was sie am Leib trägt. Harald Ehlert, Chef der gemeinnützigen Organisation “Treberhilfe Berlin”, sitzt im Maserati. Er sollte ein Fahrtenbuch führen, nachdem der Dienstwagen geblitzt wurde. Der 47-Jährige klagt dagegen – und muss sich nun harsche Kritik gefallen lassen.

Hamburg – Harald Ehlert ist ein Mann der Tat. Vor rund zwei Wochen erst trommelte er im Rathaus Schöneberg 200 Vertreter gemeinnütziger Organisationen zusammen. Ziel der Aktion: Mehr Transparenz bei sozialen Einrichtungen, die nachweisen sollen, dass sie das ihnen zur Verfügung gestellte Geld sinnvoll ausgeben. Sein Mut, das Thema offen anzupacken, wurde als Pionierarbeit gelobt.
“Für mich war das Thema durch, die offensive Debatte darüber, was Sozialarbeit ist, war ausführlich diskutiert worden.”
vollständiger Artikel unter:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,678856,00.html

Maserati-Affäre mit Folgen

Wohlfahrtsverbände fürchten um Image und Geld
von Anne Vorbringer

Der Druck auf den Chef der Treberhilfe Berlin, Harald Ehlert, wächst. Seit bekannt ist, dass Ehlert sich als Geschäftsführer der Hilfsorganisation einen Maserati mit zwei Chauffeuren als Dienstwagen leistet, gibt es viel Empörung. Wie berichtet, hat Ehlert für seine gemeinnützige GmbH, die sich um Obdachlose kümmert, vor drei Jahren den Maserati angeschafft – Grundpreis rund 110.000 Euro. Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg, zu deren Mitgliedern die Treberhilfe gehört, distanzierte sich am Freitag erneut deutlich von Ehlert.
vollständiger Artikel unter:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/156356/156357.php

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