Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Archive: Reinickendorf

Samstag News

Hier vereint sich Rassismus mit Dummheit
Heute abend in der ZDF-Sendung »Aspekte«: Sarrazins provokativer Auftritt in Berlin-Kreuzberg. Ein Gespräch mit Evrim Baba-Sommer
Interview: Gitta Düperthal, Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.
Quelle: Junge Welt

Kein Döner für Sarrazin!
Sarrazins Besuch in Kreuzberg hatte das Ziel, Türken zu beleidigen. Da muss man nicht nett zu ihm sein, schreibt Deniz Baspinar in einer Erwiderung auf Özlem Topcu.
Quelle: Zeit online

Donnerstag News

Ein Dauerbrenner: Kollision zwischen JHA und BVV
Gastbeitrag von Peter Ottenberg. Ein aktueller „Fall“ in Neukölln ist geeignet, an die geltende Rechtslage zu erinnern. Der JHA hat Beschlussrecht in Angelegenheiten der Jugendhilfe. Es besteht jedoch nicht ungebunden: Er beschließt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel des Geschäftsbereichs Jugend und nach Maßgabe der von der BVV gefassten Beschlüsse über die Angelegenheiten der Jugendhilfe (§ 35 Abs. 2 Satz 2 AG KJHG). Diese das Bundesrecht auf Berliner „Kommunalverfassungsverhältnisse“ übertragene Kompetenzbeschränkung bedarf jedoch einer weiteren Auslegung, weil dem Berliner Gesetzgeber die erforderliche Übersetzungsleistung nicht voll gelungen ist.
Quelle: paperpress

Ein kleiner Erfolg – Petition endlich online

Nach dem neuen Vormundschaftsgesetz sollen Vormünder nur noch max. 50 Kinder betreuen. Im ASD dürfen es gerne weiter mehr als 100 sein. Wo ist da die Logik?
Ich habe die folgende Petition am 5.6.2011 beim Deutschen Bundestag zur Veröffentlichung als elektronische Petition eingereicht. Bis heute wurde die Petition nicht veröffentlicht.
Klaus Wörsdorfer-Kaiser (9.7.11)

Dank des permanenten Nachsetzens von Klaus Wörsdorfer-Kaiser (“Die verhinderten Retter vom Jugendamt”- aus zeit-online vom 21.05.2008) ist die folgende Petition endlich online.
Um endlich ein politisches Umdenken zu erwirken, sollten viele Menschen diese Petition unterschreiben.

Petition: Kinder- und Jugendhilfe- Bundeskinderschutzgesetz (Personal in Sozialpädagogischen Dienster der Jugendämter)
Quelle: Deutscher Bundestag

Zum unterschreiben: hier

Montag News – KW 29

Resolution Berliner Arbeitstagung Kritische Soziale Arbeit 2011
Im Feld der Sozialen Arbeit sind aktuell problematische Veränderungen und
Entwicklungen, wie Deprofessionalisierung, Entsolidarisierung, ein neosoziales Menschenbild, sowie eine zunehmende Vermarktlichung, festzustellen. Um sich diesen Zumutungen entgegenzustellen, trafen sich 150 Sozialarbeiter-Innen und SozialpädagogInnen aus ganz Deutschland am 17. +18. Juni 2011 in Berlin zu einer Tagung unter dem Motto „aufstehen-widersprechen-einmischen“. In 8 Workshops und einem Forum-Theater-Workshop wurde an Bestandsaufnahmen, Analysen und an Strategien gearbeitet, wie es gelingen kann, diese Entwicklungen zu stoppen und andere Wege zu nehmen.
Die TagungsteilnehmerInnen schätzen die aktuelle Lage wie folgt ein:

Soziale Arbeit, als gesellschaftliche Instanz, ist der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet. Die gegenwartige neoliberale Finanz- und Sozialpolitik bedeutet eine drastische Verknappung der Ressource Soziale Arbeit fur die Gesellschaft. Das damit einhergehende neosoziale Menschenbild, das auch unsere Profession mehr und mehr pragt, unterwandert die Umsetzung einer nachhaltigen und qualitativen Sozialen Arbeit. Die Krise der Sozialen Arbeit spiegelt die Krise unserer Gesellschaft wider. Die Konditionierung der Sozialen Arbeit variiert bundesweit. In den neuen Bundeslandern haben sich die Probleme besonders zugespitzt, die Tendenzen und die sie verursachenden Faktoren sind jedoch uberall zu beobachten. Soziale Arbeit und vor allem die ihr anvertrauten Menschen, stehen gesellschaftlich unter massiven Belastungen und Druck. Im Kampf um die Verteilung offentlicher Mittel, Forderungen nach einer evidenzbasierten Sozialen Arbeit, einer gesellschaftlichen Ruckkehr zu autoritaren Strukturen und dem zunehmenden Wegfall offentlich verfugbarer und gestaltbarer Raume, zeigen sich die Auswirkungen der zuruckliegenden zwanzig Jahre neoliberaler Politik in Deutschland und des globalisierten Wirtschaftsliberalismus.

Appell an die KollegInnen der Sozialen Arbeit:

● Fordert Respekt und Anerkennung fur eure Arbeit! Wirkt der Entwertung der Sozialen Arbeit entgegen!

● Vertretet selbstbewusst, dass die angemessene fachliche Begleitung und Unterstutzung eurer Klientel nicht allein dem beruflichen Ethos, sondern ebenso geltendem Recht verpflichtet ist (z. B. Grundgesetz, UN Kinder- und Menschenrechtskonvention, KJHG/SGB VIII).

● Diskutiert und veroffentlicht problematische Entwicklungen eurer Arbeit!

● Benennt Ursachen und Hintergrunde, stellt euch gegen Forderungen und Oktroyierung von okonomischen Effizienzkriterien und absurden Sparbestrebungen!

● Informiert Politik und Offentlichkeit uber gegenwartige Entwicklungen in unserer Gesellschaft, mischt euch offensiv in die politische Auseinandersetzung ein!

● Tut euch zusammen, vernetzt und organisiert euch: zu eurem Schutz und zum wirksamen Agieren!

● Engagiert, organisiert und vernetzt euch in Projekten und Bundnissen fur eine kritische Soziale Arbeit!
Quelle:  aufstehen widersetzen einmischen

Samstag News

Berlin: Wohnraumpolitik treibt Mieten in die Höhe
»Die Mietpreisexplosionen in Berlin setzen vor allem Hartz-IV-Empfänger, Altersarme, alleinerziehende Geringverdiener und Migrantenfamilien unter Druck: Denn trotz höherer Mieten wurden die Sätze für die Wohnkostenübernahme teilweise seit sechs Jahren nicht mehr erhöht; gleichzeitig wächst die Zahl der Zwangsumzüge beträchtlich. Diakonie und DGB fordern mehr soziales Engagement von Berliner Wohnungsbaupolitik.
Quelle: gegen-stimmen.de

Debatte um Mietpreise “Ziehen Sie doch nach Marzahn-Hellersdorf!”
DGB und Diakonie warnen vor neuen Armen-Ghettos in Randgebieten und fordern höhere Mietzuschüsse. Sonst drohe dem ganzen Sozialgefüge eine gefährliche Schieflage.
Quelle: Tagesspiegel

ASD / KSD: 50 Kinder sind genug!

Nach dem neuen Vormundschaftsgesetz sollen Vormünder nur noch max. 50 Kinder betreuen. Im ASD dürfen es gerne weiter mehr als 100 sein. Wo ist da die Logik?
Ich habe die folgende Petition am 5.6.2011 beim Deutschen Bundestag zur Veröffentlichung als elektronische Petition eingereicht. Bis heute wurde die Petition nicht veröffentlicht.
Klaus Wörsdorfer-Kaiser (9.7.11)

Die Petition ist hier nachzulesen.

Samstag News

„Wir brauchen mehr Personal“
Vorgestellt: Uta von Pirani leitet das Jugendamt
Charlottenburg. Am liebsten ist es Jugendamtsdirektorin Uta von Pirani, wenn die Arbeit möglichst unbemerkt vonstattengeht.
Dann erhalten alle Familien ihr Elterngeld. Alle Sorgen werden hinreichend in den Familieneinrichtungen mit Rat und Unterstützung genommen, alle sich trennenden Eltern sind sich über das Sorgerecht einig und mit der Polizei und Justiz unterhält sich ihre Behörde ausschließlich über vorbeugende Maßnahmen zum Jugendschutz. Damit das alles so bleibt, wird ihr Etat ständig erhöht, regelmäßige Neueinstellungen sichern den Altersdurchschnitt der Mitarbeiter und die Meldungen über Gefährdungen des Wohlbefindens von Kindern nehmen ab.
Quelle: Berliner Woche

Realitätsfern und nicht umsetzbar

Sozialstadtrat übt weiter scharfe Kritik am Bildungs- und Teilhabepaket
Tiergarten. Die Situation sei „nach wie vor bodenlos“. In einer Pressekonferenz kritisierte Mittes Stadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel (B’90/Grüne), Bund und Land für das Bildungs- und Teilhabegesetz an sich und dessen Umsetzung.
Quelle: Berliner Woche
-Wedding

Sozialwohnungen werden unbezahlbar
Abbau von Subventionen im Sozialen Wohnungsbau sorgt für drastische Mieterhöhungen / Viele Mieter müssen ausziehen
Wohnen ist in der Hauptstadt im Vergleich zu Ballungsräumen wie London, Paris oder München billig. Durch den Wegfall von Subventionen im Sozialen Wohnungsbau schießen allerdings viele Mieten in die Höhe.
Quelle: Berliner Woche-Friedrichshain

Liebe KollegInnen aus dem Bereich der Kinder, Jugend- und Jugendsozialarbeit!

Am 2.9. findet erneut (wie 2010) eine Demo “Jugend verschwindet” statt. -Treffpunkt 16.30 am Neptunbrunnen.- Aufgrund der Informationen, die wir nur sehr spärlich bekommen, scheint die Lage für unsere Arbeitsfelder immer schlechter zu werden. Für Kinder und Jugendliche im sog. “offenen” Bereich und in der Jugendsozialarbeit gibt es derzeit keine politische Lobby. Alles konzentriert sich auf Frühförderung (Kita) und Schule.
Macht mit, mobilisiert- damit es auch in Zukunft noch ausreichend selbstbestimmte Räume für Kinder und Jugendliche gibt.

Quelle: jugendverschwindet.blogsport.de

Freitag News

Bildungssenator Zöllner kündigt Abschied an
Bildungs- und Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat nun fast vier Monate vor der Abgeordnetenhauswahl im Herbst kund getan, dass er die Politik im September verlässt.
Quelle: Berliner Zeitung

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