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Schwarzbuch Soziale Arbeit
Thema: Die Veränderungen und Zumutungen für die Soziale Arbeit durch Ökonomisierung und den aktivierenden Staat.
Das ‘Schwarzbuch Jugendhilfe’ versteht sich als Beitrag zur ‘Thematisierung und Skandalisierung der Folgen neoliberaler Sparpolitik’ für die Soziale Arbeit. Anhand großer und kleiner typischer Beispiele wird gezeigt, dass erstens: die Absichten und Regelungen des SGB VIII nicht mehr umgesetzt und eingehalten werden können, dass zweitens: Klienten im Kontext der Ökonomisierung diejenige Hilfe nicht bekommen, die aus fachlicher Beurteilung erforderlich wäre und dass drittens: Soziale Arbeit zunehmend wieder (einmal) autoritäre und ordnungspolitische Gedanken aufgreift.03Soziale Arbeit: Die unbekannte Profession – Soziale Arbeit: Ausverkauf eines Erfolgsmodells? – Soziale Arbeit: ein neues Welt und Menschenbild macht sich breit – Quo vadis Soziale Arbeit?
ISBN-10: 3531154923; ISBN-13: 978-3531154923
Warum Kinder uns nicht wurst sein sollten
Vor fünf Jahren beschloss die Bundesregierung einen “Nationalen Aktionsplan”, um Deutschland bis zum Frühjahr 2010 “zu einem der kinderfreundlichsten Länder Europas zu machen”. Und jetzt raten Sie einmal, was aus dem Vorhaben geworden ist.
von Cathrin Kahlweit
Vielleicht sollte sich Kristina Schröder einfach mal einen Propeller auf den Rücken schnallen, so wie der kleine Karlsson vom Dach im Buch von Astrid Lindgren. Dann könnte sich die Familienministerin in die Luft erheben und über Kanzleramt, Reichstag und Abgeordnetenbüros hinweg nach Norden fliegen, wo nicht nur Touristen, Journalisten und Kanzlerinnen herumlaufen: in den Wedding etwa, eine Arbeitergegend, und nach Pankow, einem Kleine-Leute-Viertel.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Magazin (Heft 12/2010)
Man spricht deutsch
In besonders benachteiligten Kiezen von Mitte werben Schulen mit extra Klassen um die Kinder von Mittelstands-Familien
von Martin Klesmann
Quelle: Berliner Zeitung
Berliner Sozialskandal- Maserati Biturbo mit Hartz-IV-Zylinder
von Regina Mönch
Das Haus des Jugendsenators schweigt sich aus, obwohl seine Klientel, die Kinder und Jugendlichen, das Hauptgeschäft der Treberhilfe sind. Man verweist an zwölf verschiedene Jugendämter in den Stadtbezirken. Denen, so meldete die „Berliner Zeitung“, stelle allein die Treberhilfe im Jahr etwa vierzehn Millionen Euro in Rechnung, das meiste für sogenannte Hilfen zur Erziehung.
Nun wird es für den Verein und seine GmbH eng bei den bisher so zugeneigten Finanzämtern und den staatlichen Geldgebern, die angeblich nichts wussten. Allerdings hätten sie nur Zeitung lesen müssen, der „Tagesspiegel“ veröffentlichte schon vor fast zwei Jahren eine große, gut recherchierte Reportage über das Ehlertsche Sozialimperium.
Viele sind froh über den Skandal
Die geschasste Ex-Senatorin war verzweifelt, hatte aber vergessen, dass sie jahrelang die politisch Verantwortliche war. Alle Senatsbehörden im ewig klammen Berlin sind involviert in diesen Wildwuchs, wie die FDP nun herausgefunden hat. In einem Positionspapier zum Desaster nennt sie die verschwurbelten Haushaltstitel, unter denen pauschal nicht näher benannte gute Taten vergolten werden: „Zuschüsse an soziale oder ähnliche Einrichtungen“ heißt das oder auch bloß „Ausgaben für konsumtive Zwecke“. Eine Gesamtübersicht fehle, die Liste der Empfänger ebenfalls, hinzu kämen Verträge mit den großen Wohlfahrtsverbänden, die wiederum die Steuergelder nur weitergeben an Dachverbände, die wiederum . . . Ein Vereinsregister wird nun gefordert und Finanzberichte und die Evaluation der Hilfen und zuerst einmal klare Ziele.
Die Klagen, wonach nun der Imageschaden für die gesamte Wohlfahrt immens sei, klingen hohl. Denn vor der sogenannten Maserati-Affäre hat niemand über Kontrollverlust geklagt, da summte die Geldversenkungsmaschine noch geräuschlos.
Quelle: FAZ
Mit Herz, Engagement und Geld
von Nicole Lange#
Kinderhilfsprojekt “Die Arche” eröffnet neue Räume in Wersten
Wenn jemand aus heiterem Himmel anruft, sich als Mario Barth ausgibt und sagt, er will Geld spenden – die meisten würden’s wohl für einen Scherz halten und auflegen. Das hat auch Wolfgang Büscher vom Kinderprojekt “Die Arche” getan, wenn man Comedian Barth glauben darf. Der war damals nämlich tatsächlich am Apparat, rief nach dem missglückten Versuch ein zweites Mal an – und ist seither Unterstützer des in Berlin gegründeten Kinder- und Jugendwerks, das gegen Kinderarmut kämpft. Und weil Düsseldorf seine zweite Heimat ist, war Barth gestern auch bei der feierlichen Eröffnung der bundesweit sechsten Arche in Wersten dabei.
30 Kinder sollen hier ab sofort – zunächst in den Räumen eines ehemaligen städtischen Jugendclubs – eine tägliche Anlaufstelle finden, wie Leiterin Tatjana Schneider erzählt. Betreut werden sie von zwei festangestellten Kräften, zwei 400-Euro-Kräften und einer Reihe ehrenamtlicher Helfer.
Sozialdezernent Burkhard Hintzsche lobte, die Stadt bekomme einen neuen Träger, der schon bewiesen habe, dass er Kinder aus schwierigen Verhältnissen erreiche – und dessen Arbeit auch inhaltlich “werteorientiert und wertebasiert” sei. Der Bau eines neuen Gebäudes für die Arche ist für 2012 geplant und wird von der Stadt übernommen.
Quelle: Welt-Online











