Uschi 2010: Das Ende der Dekadenz!
Von Frank Kopperschläger
Wie war ich es leid – doch das ist ja jetzt vorbei! Ja, ich war es so leid, unter dem schlechten Ruf des Peter Hartz zu leiden, des Namensgebers der “Hartz IV-Gesetze”, die den Empfängern von Transferleistungen seit nunmehr 2005 ein süßes Leben in Saus und Braus ermöglichen. Ich war es so leid, ständig mit großzügigsten Vorteilen überschüttet zu werden, die sich unweigerlich aus der “Agenda 2010″ ergaben.
Alleine der Gang zum “Media Markt” war mir immer eine Qual. Die sind ja offizieller Sponsor der “Agenda 2010”. Und jeden Monatsanfang war es das gleiche Spiel: kaum war “Hartz IV” auf meinem Konto eingegangen, machte ich mich natürlich auf den Weg zu besagtem Sponsor, um die immense Guthabenlast auf meinem Konto etwas zu senken – schließlich war der 50″-Fernseher schon wieder leicht eingestaubt, also musste wieder ein neuer her. Und an der Kasse immer das gleiche Spiel: “Haben sie ne PähBäck-Karte?” – “Nein!” – “Hartz IV?” – “Ja!” – “Na, dann brauchen sie nicht zu zahlen, sie wissen ja, Agenda 2010!”.
Wissen sie eigentlich, wie anstrengend spätrömische Dekadenz ist? Da wird jeder Gang zum Amt zum Horror! Alleine die peinliche Situation beim halbjährlichen Folgeantrag. Sachbearbeiter: “Keine Veränderung der Lebensverhältnisse? Keine Freundin, die inzwischen für Sie aufkommt, Herr K.?” (strenger Blick). Ich: “Nein, alles beim alten und keine Freundin, die …” Sachbearbeiter: “Was, immer noch nicht? Sie Ärmster, das geht ja nicht. Da muss ich sie aber erst mal ins Förderprogramm “Peterchens Pufffahrt” stecken!”.
Quelle: binsenbrenner.de
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