Freitag News – KW 34
Jugendämter drohen zu vergreisen
Es mag paradox klingen, aber ausgerechnet die Behörden, die sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern haben, vergreisen zunehmend. Das ist die Schlussfolgerung aus der Antwort zu einer Kleinen Anfrage der CDU-Abgeordneten Monika Thamm zum Thema „Regionale Sozial-pädagogische Dienste (RSD)“, die wir dieser Meldung beifügen.
In einer Pressemitteilung erklärt Frau Thamm: „Nicht nur das hohe Durchschnittsalter von 48,7 Jahren (Stand 2009) in den regionalisierten Sozialdiensten geben Anlass zur Sorge, sondern vor allem auch das Ausscheiden von Fachkräften aus Altersgründen in den nächsten vier Jahren. Nach Aussagen des Senats wird der Schwund ca. 35 Prozent betragen, davon werden ein Drittel sozialpädagogische Fachkräfte sein. (Anm.d.Red.: Liebe Frau Thamm, es geht hier um Menschen, der Begriff Schwund ist etwas unglücklich gewählt.)“
Quelle: paperpress
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Märchenstunde, Verdummung oder Propaganda?
Florian Rötzer 25.08.2010
Bundesregierung (ver)erklärt Kindern und Jugendlichen den militärischen Einsatz in Afghanistan
Was machen deutsche Soldaten in anderen Ländern? So beginnt der Text auf regierenkapieren, der Website des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren. Da es in manchen Ländern “schwierige Situationen” gibt, mitunter auch Krieg, so dass Menschen getötet werden, muss einfach eingeschritten werden, um alles wieder gut zu machen, woran man selbst natürlich in keiner beteiligt war: “Deutschland und viele andere Länder wollen das nicht zulassen. Sie wollen helfen, die Konflikte zu lösen. Deshalb schicken sie Soldatinnen und Soldaten in diese Länder.” Wir Deutsche sind gut, wir wollen nur helfen. Wie schön doch Politik ist und wie edel militärische Interventionen.
Quelle: telepolis
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Tabubrechende Idiotie
“Es war tabu, darüber zu reden, dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen”, erklärt Thilo Sarrazin gelehrt. Er kann dergleichen ganz unbefangen von sich geben, völlig ungefährdet, dafür auch wirklich angefeindet zu werden. Was er da in die gesellschaftliche Mitte überführt, sind eugenische Positionen, die weder menschlich noch wissenschaftlich bestehen können; humangenetischer Aberwitz aus der Giftküche eines mit Halbwissen ausgerüsteten Snobs, der von Erbanlagen sicher schon mal gelesen, offensichtlich aber nicht alles davon verstanden hat.
Quelle: ad sinistram
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Von wegen soziale Hängematte
Studie bescheinigt Hartz IV-Empfängern hohe Motivation
Immer wieder werden Hartz-IV-Bezieher verdächtigt, es sich mit dem Bezug der staatlichen Leistung in der “sozialen Hängematte” bequem zu machen. Eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) zeichnet nun ein anderes Bild: Viele Hartz-IV-Bezieher gehen demnach mit einem großen Zeitaufwand für die Gesellschaft nützlichen Tätigkeiten nach. Und ihre Motivation und Flexibilität bei der Jobsuche ist der Untersuchung zufolge häufig höher als bei regulär Erwerbstätigen – allerdings erleben sie auch viel mehr Frustrationen.
Quelle: Neues Deutschland
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Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinnützig?
Das neue Buch von Thomas Schuler „Bertelsmann Republik Deutschland, Eine Stiftung macht Politik“ hat die Diskussion wieder entfacht, ob die Bertelsmann Stiftung „gemeinnützig“ ist und damit auch das Privileg der Steuerbegünstigung in Anspruch nehmen kann. Selbst der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gunter Thielen fühlte sich bemüßigt, sich zu verteidigen.
Kann es Sinn des Stiftungsgedankens sein, dass nicht der Stifter der Allgemeinheit eine „Reformwerkstatt“ finanziert, sondern umgekehrt, die Allgemeinheit die Bertelsmann Stiftung subventioniert, die sich selbst zur „Reformwerkstatt“ erklärt und nach der Mission des Stifters die Politik, Gesetze und die öffentliche Meinung beeinflusst und prägt? Wolfgang Lieb
Quelle: NachDenkSeiten
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August 27th, 2010 at 11:53
Lieber Herr Ed Koch,
nicht nur der Ausspruch – >Schwund…< ist voll daneben, sondern es zeigt auf – hier schläft doch die eine oder andere Abteilung. Wenn festgestellt wird, dass in absehbarer Zeit Personal aus Altersgründen ausscheidet, muss doch Sorge dafür getragen werden, um diese fehlenden Stellen neu zu besetzen.
Wissen darüber die Stellen in den Bezirken nicht Bescheid? Wird das nicht der Senatsstelle weitergemeldet.
Es wird doch immer sichtbarer – die Nichtbesetzung von fehlenden Stellen führt zu einer Überlastung des Personals in den Abteilungen. Sollen sich erst die Fälle von Kevin etc. mehren?
Es ist doch einen tickende Zeitbombe!
Aber wie heißt es so treffend; die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.
August 28th, 2010 at 13:37
is eben politische bildung für kinder. die bundeswehr braucht doch auch in zukunft die junge generation für ihre einsätze im ausland.