Neue Betreiber gesucht
Wie in der Berliner Woche (Ausgabe 10.03.2010) zu lesen:
Jugendclubs gehen an freie Träger
Für die bezirklichen Jugendclubs, die an freie Träger übergeben werden sollen, beginnt am 22. März das Interessenbekundungsverfahren.












März 11th, 2010 at 08:43
Ein trauriges Schauspiel findet derzeit im Bezirk statt.
Politisch gewollt und unter dem Deckmantel der nicht ausreichenden Finanzzuweisung des Senats.
Wie man seit geraumer Zeit den Medien entnehmen kann, wurde nun der Sozialfilz dieser Stadt näher beleuchtet und gezwungener Maßen einer intensiveren Prüfung unterzogen. Hoffentlich ausreichend und bis zum Schluss.
Zitat:
“Ein Vorwurf an den Staat kann man diesem nicht ersparen. Er hätte von Anfang an für transparente Strukturen in den Sozialunternehmen sorgen müssen. Die Prüfungsmechanismen sind, gelinde gesagt, fast unwirksam. Wenn es Jahre dauert, ehe die Finanzämter die Unterlagen der Sozialunternehmen prüfen, dann ist etwas faul im Staate. Unabhängige Aufsichtsräte, Personalvertretungen, Regelungen, wie mit Überschüssen umzugehen ist, all das hätte von Anfang an geregelt sein müssen. Der Staat hat an dieser Stelle eklatant versagt. Leid tragende in der öffentlichen Wahrnehmung sind jetzt alle Sozialunternehmen.”
Den Vorwurf mache ich auch den Bezirken. Diese wurden über verschiedene Missstände im Sozialbereich informiert.
Hier nochmals eine Dokumentation:
Montag, 8. März 2010
Informationen zu Arbeitsbedingungen
1. Bezahlung der Mitarbeiter in der Treberhilfe Berlin gGmbH
Der Erfolg der Treberhilfe Berlin ist auch ein Erfolg guter Bezahlung. Ein Sozialarbeiter im Sozialdienst der Treberhilfe Berlin erhielt in 2009 einen durchschnittlichen Bruttoverdienst von 2.570 Euro bei einer Regelarbeitszeit von 39 Wochenstunden.
Das Einstiegsgehalt bei Vollbeschäftigung beträgt 2.300 Euro. Mit dem Bewährungsaufstieg erhalten die Mitarbeiter zusätzlich 200 Euro monatlich. Darüber hinaus erhöht sich alle 4 Jahre das Entgelt um 4%. Nach Abschluss der Betriebsvereinbarung erfolgte die Erhöhung erstmalig regelhaft in 2006. Weitere Erhöhungen des Gehaltes sind möglich durch z.B. die Teilnahme an innerbetrieblichen Fortbildungen/Weiterbildungen (23 x 4 Stunden) oder mit dem Abschluss einer Sonderqualifikation. Hier erhält der Mitarbeiter dauerhaft 100 Euro mehr. In 2009 waren durchschnittlich ausschließlich 4,5 % der Beschäftigten mit einer Regelarbeitszeit von 50% beschäftigt.
2. Mitarbeitervertretung
Nach der Gründung der Treberhilfe Berlin gGmbH im Januar 2006 wurde durch die Geschäftsführung die Einführung einer Mitarbeitervertretung initiiert. In der Personalversammlung am 22.02.2006 wurden die Mitglieder der „Arbeitsgruppe betriebliche Mitbestimmung“ gewählt. Die Mitglieder waren Sozialarbeiter und Verwaltungsangestellte. Die Arbeitsgruppe war mit der Bildung einer Mitarbeitervertretung befasst, jedoch stellte die Arbeitsgruppe aufgrund von mangelndem Interesse auf Seiten der Mitarbeiterschaft die Tätigkeit ein.
Mittwoch, 3. März 2010
„Volle Anstellung mit voller Bezahlung gab es nur, wenn die Mitarbeiter vorher genug Fälle für das sog. betreute Einzelwohnen gefunden und von einem Bezirk per Bescheid finanziert bekommen haben (nennt sich im Amtsdeutsch: Befürwortung).” Zitat: Presseerklärung Heilmann/Hoffmann: CDU – Finanzierung von freien Trägern ohne wirksame Kontrolle.
Zunehmend wird die Treberhilfe gGmbH mit Vorhaltungen bezüglich der dort bestehenden Arbeitsbedingungen konfrontiert. Dazu möchte die Treberhilfe wie folgt informieren:
1. Eine belegungsabhängig gesteuerte Arbeitszeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der sozialen Wirtschaft ist eine gängige Praxis, um auf Belegungsschwankungen umgehend reagieren zu können. Dabei handelt es sich um eine wirtschaftliche Notwendigkeit.
2. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Treberhilfe erhalten den gesetzlich geregelten Urlaubsanspruch von 20 Tagen bei einer 5-Tage-Woche.
Die politischen Verantwortlich sollen endlich politisch verantwortlich handeln und sich nicht wie die drei Affen hinstellen: Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen. (Völlig passiv kommen die bekannten drei Affen daher, die vollkommen meinungslos und desinteressiert sind.)