Das Netzwerk wird löchrig
Weil die Bezirke nicht mehr genug Geld haben, werden reihenweise Jugendeinrichtungen dichtgemacht oder an günstigere private Träger übergeben.
von Claire Horst
Doch der freien Jugendarbeit nützt das wenig. Schon bisher erhielt sie in allen Bezirken weniger als 10 Prozent der Mittel für die Jugendhilfe. Dass Mitte jetzt 2,5 Millionen einsparen soll und Kreuzberg 2 Millionen, bedeutet das Ende der bisherigen Vielfalt. Und KritikerInnen halten die eingeschlagenen Sparwege für wenig sinnvoll. “Viele freie Träger machen tolle Arbeit”, sagt Initiatorin Jokisch. “Aber der Bezirk kann nicht einfach seine Verantwortung abgeben.” Sie befürchtet, dass einzelne freie Träger später viel leichter abzuwickeln sind. Außerdem hätten sie freie Hand bei der Wahl ihrer MitarbeiterInnen. Wer bis zu 20 Prozent weniger zahlen könne, werde auch weniger qualifiziertes Personal einstellen, glaubt Jokisch. Das zeige auch das Beispiel Lichtenberg: Dort wurde die Jugendarbeit bereits 2007 privatisiert.












Leave a Reply