Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Am Ende der Fahnenstange oder über die Seriösität der Kostenleistungsrechnung des Herrn Harkenthal

Die vollständige Präsentation könnt Ihr hier ansehen!

Zu Blatt eins:
Jugendamt am Ende der Fahnenstange.
Das Jugendamt was Herr Harkenthal meint ist am Ende der Fahnenstange. Ja oder Nein?
Natürlich NEIN!!!!!!!
Bei den präventiven Leistungen dieses Jugendamtes für die Kinder- und Jugendlichen, ob nun freiwillige oder auch nicht, kann man noch sparen.
Was er im folgenden versucht darzustellen.

Zu Blatt zwei:
…muss man nicht viel zu sagen 140 Millionen sind schon eine dolle Summe.
Viele Bürger fragen sich wo das Geld bleibt. Von den Transfermitteln 119 Millionen gehen derzeit 1,5 Milliönchen in die Jugendarbeit. Hier wird deutlich, welche Schwerpunkte ein Jugendamt setzt. Bravo…….
Die Immobilien finden keine Erwähnung. Kostet nichts!!!!? Anderes Töpfchen.

Zu Blatt drei:
Fazit: wenn man beim Personal spart, verringert das keine Leistungen. Der Rechtsanspruch
an Leistungen bleibt unvermindert. ….. heißt ohne Personal kriegen wir das eigentlich auch hin. Vielleicht gibt Herr Harkenthal seine Funktion an einen Geschäftsführer eines Sozialkonzerns ab. Wir könnten seine Tätigkeit in Rahmen einer Servicegesellschaft definieren. So in der Art Callcenter Jugendamt.
Toll ist: Das Herr Harkenthal nicht so wie Herr Nussbaum vorgibt pro Jahr ca. 2% – 3% Personalabsenkung vornimmt, nein Herr Harkenthal macht daraus 7 %.
Bravo, oder doch nur eine Bewerbung im Finanzressort des Senates:

Zu Blatt vier
…hier zeigt Herr Harkenthal, das sein Unternehmen wirtschaftlich arbeitet und im Grunde gar nicht ans Ende der Fahnensstange kommen kann.
Diese Einsparen, welche hier benannt werden, temporär, klingen erst mal danach als wäre das Geld, was irgendwo rumliegt, und das kann man dann ja zurückgeben.
Tatsächlich und nicht fiktiv stehen dahinter Menschen.
Beispiel: Ein Sozialarbeiter ist überlastet, häufiger krank, dann irgendwann 6 Wochen nicht da (ein OSSI) ein Wessi kostet länger, 3 Monate glaube ich. Wenn er weiter krank ist, wird er ausgegliedert, kostet nichts (jetzt kommen Herrn Harkenthals fiktive Kosten, welche er spart. Aber weiter mit dem Weg seines Angestellten, der bekommt Depressionen so wie Herr Enke, ist kurz davor zu springen, springt aber nicht geht zum Psychodoktor,
Für seine folgende Behandlung können sich die Ärzte eine Maserati kaufen. Das geht aber auch nicht lange so, nun muss geprüft werden ob die Krankenkasse noch so wie Herr Harkenthal wirtschaftlich arbeitet. Nach zwei Jahren wird geprüft ob der Angestellte nicht wieder arbeitsfähig ist oder befristet berentet werden kann. Man entscheidet nach langer Zeit für die Berentung. Da der Angestellte erst. 25 Jahre gearbeitet, und dann leider noch ein Ossi ist, bezieht er nun, befristet, auf immer ein Jahr eine kleine Rente mit ergänzender Sozialhilfe.

Zu Blatt fünf:
Überall Effizienz. Auch hier haben wir einen Überschuss.

Zu Blatt sechs:
Hier haben wir nun die geliebte Logik der Kostenleistungsrechnung.
Leistungsbereiche des Jugendamtes im Haben und andere im Soll. Unerwähnt soll die Bemerkung von Herrn Harkenthal nicht bleiben. „………….die Jugendberufshilfe finanziert ja schließlich die Jugendarbeit mit.
Nun schauen wir uns mal an wie so etwas funktionieren könnte.
Mit Geldern der Jugendhilfe werden in der Jugendberufshilfe koordinierende Sozialarbeiter bezahlt, welche auch die Mengen für dieses Produkt schreiben. Bezuschusst wird das ganze über die Finanzen der Arbeitsagentur, rechnet man nun die Gelder oder auch die Leistungen
dieses Geldes mit in die Mengen hinein, erzielt man einen tollen Überschuss
(passiert natürlich nicht???).
Kreuzberg/ Friedrichshain ist bei diesem Produkt sehr preiswert, erzielt aber durch sein angegebenen Mengen die medianen Stückkosten der Landesfinanzierung und hat ein Plus.
Aus der nochfolgenden Logik haben wir nun im Kinder- und Jugendbereich ein Defizit von
760 000 €. Die müssen wir jetzt unbedingt dem Sparwolf übergeben. Hier beginnt die Logik
zu wanken.
Interessanterweise haben wir auch hier wieder eine Prognose mit einem Überschuss von
Ca. 2,8 Millionen €.
Aber dann ist doch alles gut Herr Harkenthal.
Und nun denkt der Herr, welcher sich die KLR von seiner Angestellten erklären lässt, das der Schreiber hier nichts kapiert. Doch, mein Herr, wir kapieren sehr gut.
Sie als Jugendamtsdirektor haben mit der Budgetierung die Wahl Schwerpunkte zu setzen.
Die Gelder sind variabel. Und das die Kinder- und Jugendarbeit im Defizit ist, hat damit zu tun, das die Refinanzierung in den öffentlichen Einrichtung nicht gewollt und gefordert wurde (Ehrenamt, MAE; etc.) und des weiteren werden die Stückkosten der Leistungserbringer welche am Produkt arbeiten durch die verteuert, welche nicht mehr an einem Produkt arbeiten,
und jetzt noch unverschämter,
nämlich durch SIE Herr Harkenthal!

Zu Blatt sieben und acht:
Hierzu müssen wir noch mal kurz die Basics erklären, mit welchem Instrumentarium die Mengen für das Produkt des öffentlichen Trägers 78387 und des angeblichen Spiegelproduktes 78401 der freien Träger ermittelt werden.
Der öffentliche Träger hat neben dem Produkt noch andere Produkte auf dem Mengenblatt
Um es mit menschlichen Worten zu sagen sind, Auszubildende, Reise- und Erholung, Sozialarbeit § 13 KJHG, und Familienförderung §16 KJHG, Produkte, welche in den kommunalen Einrichtungen erwirtschaftet werden.
Die werden gezählt und auch hier werden logischerweise im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Mengen erbracht. (Spielen hier aber keine Rolle) Man könnte meinen diese Mengen machen die anderen Bereiche billiger, jedenfalls sind sie hier verschwunden.
Bei dem Spiegelprodukt der freien Träge fliesst alles in ein Nummer.
Wie kann also verglichen werden?????? Herr Harkenthal das haben und das können sie leider nicht erklären. Spock würde sagen es ist nicht logisch. Sie würden sagen, und das haben wir in den letzten Jahren immer wieder gehört. Es ist nicht plausibel.
Zweite Anmerkung:
Wir haben davon gehört, wie also Kosten der allgemeinen Verwaltung sehr unterschiedlich auf die öffentlichen und die freien Träger heruntergebrochen werden.
Auch hier wurde und kann eine Frage nicht beantwortet werden. Warum hat der eine den Kostenanteil des Bezirksbürgermeister und der andere nicht?
Da sagt man ganz kameral: so ist das halt.
DA SAGEN WIR KAMERADSCHAFTLICH:
Hier wird eine Vergleichbarkeit aufgemacht welche nicht seriös ist, und auch dieses Werk ist ein Werk für die Tonne!!!!!! Das sind nicht mal Äpfel und Birnen!!!
Das sind Äpfel und Wurzelgemüse, tief vergraben und darunter liegt der Schatz.

Zu Blatt 9
Nun haben wir das Fazit gleiche Leistung zu einem geringerem Preis von Stückkosten öffentlicher Träger ca. 59 € und freie Träger ca. 29 € ermittelt.
Super,
Jetzt können wir auf dieser Tafel sehen, das wir bei einer Übertragung die fast identische Summe der Angebotsstunden des Vorjahres hinbekommen bei ein Stückpreis von ca. 20 €.
(übrigens Lichtenberg geht jetzt auf 19 €),
das progressive Lichtenberg, angeführt von dem Grünen Herrn Heinisch, mit Kumpel Fritsch, Wegbereiter der Entkommunalisierung, Bediener eines Taschenrechners, welcher anscheinend nur in Dollars rechnet, BRAVO.
Da ham se kurz mal vergessen das der Dollar weniger wert als der Euro, die Herren.

Aber zurück`und sachlich.
Nun haben wir die Summe 3,8 Millionen mit dem die gesamte Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk finanziert wird.
Super. Viel Geld, Wahnsinn und dann noch Euro und nicht Dollar oder gar DM.
Nein soviel Euro, wow.
Ca. 30% von dem geschätzten Jahreseinkommen eines Herrn Ackermann von der Deutschen Bank AG.
Wow, jetzt schnell Konzeptchen schreiben für den Erhalt wenigstens einiger kommunaler Einrichtungen.

Zu Blatt zehn:
….. das ist nun wirklich der Höhepunkt der Darstellung.
Auch hier noch mal einige Basics.
Das Kinder- und Jugendhilfegesetz hat die Zielgruppe der 0 – 27 Lebensjahr.
Und noch besser siehe § 11 Jugendarbeit (4) Angebote der Jugendarbeit können auch Personen über 27 Jahre in angemessenem Umfang einbeziehen.
Die Bevölkerungsgruppe hat also Anspruch auf Leistungen aus dem KJHG.
Rechtsansprüche resultieren aus Klagen und nicht perse, Herr Harkenthal.
Die Zielgruppe definiert in Zielvereinbahrungen mit dem Jugendamt beläuft sich auf Kinder im Alter von 6 – 14 J. und Jugendliche von 14 – 20 Jahren.
Des weiteren öffnen sich auch gerade die Kindereinrichtungen verschiedenster Zielgruppen, durch einen verstärkten Ansatz im Kontext der gesamten Familie Angebote vorzuhalten.
Manchmal ist die Praxis halt schneller als die Theorie, Frau Herrmann!!!!!
Nun stellen wir in Friedrichshain fest, es fehlt an Kitaplätzen und eine Grundschule wird ausgebaut. Ein Jugendamt legt eine Finanzierung ohne zukünftige Bilanzierung für die Kinder- und Jugendarbeit vor.
Hierzu gibt es jedoch eine Studie, nachzulesen hier.
Also machen wir die Unterstellung, dieses Blatt dient nur zur Unterstützung der Aussage darüber, das wir nicht am Ende der Fahnenstange sind.
Geschickt wird hier der Anstieg auch schon der Kinder in der Altersgruppe von 6-8 Jahren verschwiegen.
Und das nun hierzu die Angebotsmengen der Kinder- und Jugendarbeit seit 2003 angestiegen sind ist nun schlichtweg die allergrösste Farce-
Das zeigt zwar Effizienz trotz Einsparungen im Bereich des § 11 KJHG. (Seit 2003 ca. 3 Millionen in XHain), scheint aber auch an diesem Punkt nicht plausibel.
Auch hier werden Kosten von Zweit- und Drittmitteln verschleiert, um in der Menge besser dazustehen.
Fakt ist, wir haben einige Jugendclubs weniger und auch reduzierter als 2003.
Auch hier können die Zahlen nicht stimmen.
Aussage Herr Harkenthal“…….das ist das was sie gezählt haben“
Unsere Aussage …………….das ist das was wir zählen sollten?????
Es gibt ja schließlich auch Vorgaben Ihrereseits, oder nicht????

Na ja, wenn da noch das ein oder andere Stündchen fehlt, schieben wir noch schnell eine
Nummer mit 10000 Ehrenamtlichen und MAE Kräften, die jeweils an einem Kind oder Jugendlichen für längstens acht Stunden an möglichst zwei Tagen arbeiten nach.
Dann haben wir die fast gesamte Menge der Kinder- und Jugendarbeit für ein Jahr erwirtschaftet und können uns denn Rest des Jahres unter Palmen aalen.
Zumindest die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes.
Bei den Gehältern!!!!!!!!!!

Zu Blatt 11
„…..es stehen weiterhin 3,8 Millionen für die Kinder- und Jugendarbeit zu Verfügung“
Süper, also da kann man nur sagen, soviel Fachkenntnis über den eigenen Haushalt ist bemerkenswert.
Hier müsste stehen es stehen nur noch 3,8 Millionen für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung.
Und im Verhältnis zu dem auf Blatt eins beschriebenem Etat von 140 Millionen der Jugendhilfe im Bezirk ist das ein lächerlicher Witz!

Deswegen fordern wir weiterhin:
- keine Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.
- Keine Kleckerkonzepte sondern Erhalt bis zur Klärung eines berlinweiten Konzeptes zur soliden und gesicherten Ausfinanzierung zum Erhalt und Ausbau der Leistungen im §11 KJHG.

……kommt alle zur BVV am 25.11.09

und dann,

Frohe Weihnachten!!!!!

10 Kommentare auf “Am Ende der Fahnenstange oder über die Seriösität der Kostenleistungsrechnung des Herrn Harkenthal”

  1. Asterix sagt:

    Toller Artikel!
    Hier wird beschrieben, wie sich das tolle Jugendamt mit Wunschzahlen und dem nichtendenden Kürzungsmodellen darstellt.
    Es wird hier mit Zahlen jongliert, was unbedingt in der Financial Times Deutschland veröffentlicht werden sollte.
    Ende der Fahnenstange erreicht?- Da geht noch mehr!
    Erziehungshilfen werden kleckerweise aufgestockt.
    Bald wird der Neubau-Jugendknast (privat betrieben) bezugsfertig. Dort gibt es aus einem Sondertöpfchen den Sozialarbeiter zur Seite – zwecks RESOZIALISIERUNG!
    KÜRZEN WIR weiterhin unseren schönen, bunten und grünen Bezirk. Nur so wird er attraktiver und belebender für die Menschen.
    Asterix – bei den durchgeknallten Römern

  2. rebellin sagt:

    sehr guter artikel, ich finde es so traurig, wie das jugendamt den jugendhilfeausschuss mit zahlen vollmüllt (als was anderes als müll kann ich das ganze nicht sehen) um vor dem senat brav männchen zu machen um hoffentlich ein bienchen zu bekommen, welches beim erklettern der karriereleiter behilflich ist.
    noch trauriger allerdings finde ich (als nichtkennerin) das unwissen des jha über klr und wie die öffentliche arbeit bewusst teuer gemacht wird.
    ich frage mich, welcher lohn bei 19 euro möglich sein soll, wenn da die verwaltungskosten auch mit drin sein sollen – und wenn es keine kommunalen einrichtungen mehr gibt, auf die man die kosten abwälzen kann, bleiben ja nur noch die freien träger dafür übrig…

    ich frage mich wirklich, was aus den parteien geworden ist.
    als arbeiterkind aus dem westen war die spd für mich immer die partei, die den mittelstand gestärkt und unterstützt haben.
    die grünen waren für umwelt und alternative ideen.

    was ist nur aus euch geworden???
    die spd verdient den namen sozial schon lange nicht mehr und die grünen unterscheiden sich inzwischen nicht mehr wirklich von der fdp.
    der bezirk wird verheizt, das urbane aus den kiezen vertrieben.
    dass, was friedrichshain-kreuzberg ausgemacht hat, wird vernichtet und vertrieben.

    meiner meinung nach sollten sich die kommunalpolitiker stark machen für die kleinen, aber sie machen brav männchen und stellen sich als opfer dar…
    von mir habt ihr euch dafür ein dickes pfui verdient…

    und frau herrmann, ein ganz dickes extrapfui nur für sie

    dafür, dass sie hier etwas davon erzählen, wie gut sie den widerstand finden, da nur er ihnen die möglichkeit gibt für diskussionen.
    wozu diskuttieren wir denn, wenn letztlich doch schon alles eingetütet ist???

    scheinbar stirbt das soziale gewissen als erstes, wenn man in der politik nach oben will…

    PFUI!!!

  3. Einsparpotential sagt:

    In der Jugendarbeit ist bei Kürzungen noch ne menge Potential. Den Spruch: “Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.” klingt genauso unglaubwürdig wie auf großen Lettern “Das Leitbild des Jugendamtes”

    Die Summe für die Jugendarbeit ist nicht nur lächerlich, sie zeigt erneut den politischen Stellenwert von Jugendarbeit in diesem Bezirk auf.

    7% Stellenabbau an der Basis = gleichbleibende Leistungen, ermittelt durch oben. Vorbildlich. Da ist doch noch mehr drin.

    Einsparungen von 3,5 Millionen = die Fahnenstange wächst offensichtlich stets nach und das Ende rückt in weiter Ferne. Da wollen wir bloß hoffen, das es zukünftig keine Überlastungsanzeigen Hr. Harkenthals Amtsstübchen überfluten, sondern die Mitarbeiter den Psychodoktor heimsuchen und dieser bei den temporären Einsparungen dem Amt behilflich ist. Das heißt Krankschrift bis zur vollendeten Genesung. Der Mitarbeiter sollte bloß gegenüber dem MDK nicht noch vollends einen auf Macke machen, ansonsten wird er wo möglich noch ausgemustert und ist dann von einer nicht überlebensfähigen Rente abhängig. Zur Not wird er aus dem Topf der Sozialtransferleistungen bezuschusst. Bekommt zum Schluss ne Urkunde für die Mitwirkung zur Erreichung von temporären Einsparungen und wird Ehrenmitglied zur Rettung des Jugendamtes.
    Bitte eigennützig handeln und nicht vor ne Bahn laufen oder rennen, sonst gibt es nichts persönliches und die Personalstelle wird vom Schreibtisch aus nur abgehackt und die Akte schnell ins Archiv hinterlegt.

    Der Kommentar geht heute abend in die nächste Runde. Frau Dezernentin wird ja bestimmt bis dahin wieder etwas zum schmunzeln verfasst haben und nen grinsenden Smiley reinsetzen.

  4. Einsparpotential sagt:

    Teil 2
    Jugendarbeit macht auch Jugendberufshilfe. Ob dies irgendwo und wie verrechnet wird, interessiert den Betreffenden welcher Hilfe sucht und sich den Sozialarbeiter anvertraut, sehr wenig. SOLL es auch NICHT!
    Hat für mich auch etwas mit Qualität in der Jugendarbeit zu tun. Aber Qualität interessiert ja die Zahlenjongleure nicht. Das, was der Sozarbeiter gemeinsam mit dem Jugendlichen erreicht hat, einen Ausbildungsplatz sich zu “ergattern”, kein SGB2 Empfänger zu sein, nicht ein Jahr unnütz herumlümmeln und ev. auf die eine oder andere falsche Bahn zu kommen, oder an Depressionen leidet, ist weder in Kosten aufzurechnen noch ist es verfehlt in der Jugendarbeit.
    Da ist es auch richtig, dass Überschüsse in der Jugendberufshilfe in die Jugendarbeit einfließen.
    Wen die Prognose aussagt es sei ein PLUS von 2,85 Mill., dann ist doch alles gut. Setzen wir dies für die fehlenden Mittel bei Kinder-und Jugendarbeit ein.
    Aber das will man ja nicht! Man will sich der Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes entledigen, um später noch mehr Jonglage der Zahlen, ob rote oder schwarze, betreiben zu können. Das klingt ja wie „Zirkus Frdh-Kreuzberg – alles dreht sich“ unter der Leitung des Zirkusdirektors mit dem halbverhungerten Maulesel – Kinder- und Jugendarbeit, welcher dann zur Schlachtbank gezogen wird.
    Es gibt eine ganze Menge Ehrenamt, welche man ja wohl nie in die Rechnung aufnehmen wollte und hat.
    Aber wie schon bekannt, ANDERE schreiben die Zahlen. Hauptsache ist, sie wissen auch noch was sie schreiben.

    Das die Leistungen der freien Träger wirtschaftlicher erbracht werden, ist ja wohl gewollt. Unverständlich hierbei ist nur, wie kommt solch eine Rechnung zu Stande?
    Bei einer unterschiedlichen Zählweise und deren Abrechnung ist alles einleuchtend. Da müsste bei den kommunalen schon doppelt so viel erbracht werden, aber dann stimmt die Rechnung immer noch nicht. Kann sie auch nicht!
    Das mit den Verwalungskosten und deren Berechnung auf öffentliche und freie Träger, das ist ja wohl klar. Würde man diese so aufteilen, wie sie sind, gäbe es ein anderes Bild und logischer Weise auch andere Zahlen. Das will man aber auch nicht! Die werden mal schnell auch noch mit rauf auf die gelegt, wo man das Produkt teuer erhalten muss, um die Legitimation anschließend hat, ES SEI ZU TEUER und muss erhalten werden! Bzw. wenn Ziel der Entkommunalisierung erreicht, schafft man den sinnlosen Mist ab, um weiteres Aufbegehren zu unterbinden. Oder wird die Verwaltung der Häuser und deren Kosten etc. dann direkt auf Herrn Amtsdirektor gelegt? Liegt dann wahrscheinlich über den Median der anderen Bezirke.

  5. Einsparpotential sagt:

    Teil 3
    Ja man bekommt annähernd die gleiche Plannmenge bei einer Übertragung hin und das sogar für nen Stückpreis von 20,34. Aber bitte, da ist doch noch ne Einsparung möglich! Auf unter 20,00 Euro schafft es doch Frdh.-Kreuzberg auch. Wenn der Nachbarbezirk Lichtenberg es vormacht, kann man doch dieser Vorgabe im Sinne der Einsparung und der Haushaltsentlastung dem ganzen folgen. wohlgemerkt, dies funktioniert aber nur bei einer vollständigen Übertragung!
    Nennt man das ganze nicht doch etwa DUMPING?!

    “Der Rückgang der Einwohnerzahl in der Hauptzielgruppe hatte keine Auswirkung auf die steigenden Angebotsstunden!” In den Berechnungen nimmt man mal so einfach die 10-18 Jährigen. Die anderen gibt es anscheinend nicht oder man zählt sie gar wo anders mit?
    Und die Familien zählt man vielleicht regionübergreifend mal schnell bei irgendeinem Familienzentrum mit oder lässt sie gar gänzlich raus? Und alles über 18 wird demnächst der Zutritt verwehrt?
    Da hat man wahrscheinlich mit Menschen gearbeitet, mit denen hätte man laut Statistiken nicht arbeiten müssen. Aber zum Glück hat man ja nach einem Gesetz gearbeitet. Und die Statistiken sind ja variabel einsetzbar. Je nach dem für was man sie mal schnell braucht.
    Das es steigende Kinderzahlen gibt und auch deren Versorgung gewährleistet werden muss, sieht man an den fehlenden Kita- und Schulplätzen. In der Rechnung (Prognose) von Herrn Harkenthal finden diese sich nirgends wieder. Die Zahlen werden nur dem Senat mitgeteilt um die Berechtigung für den WiederAusbau von Kitas und Schulen zu erhalten und dafür mehr Kohle zu erhalten. Das andere reguliert sich schon von selbst.
    Wie kann etwas ansteigen (Mengen), wenn weniger Einrichtungen seit 2003 und weniger Personal vorhanden ist?
    Haben die Mitarbeiter falsch gezählt? Hat man falsche Zahlen an den Senat gegeben?
     dann müsste aber sofort alles was in diese KLR bis dato nicht berücksichtigt wurde, sofort nachgereicht werden! Jeder Ehrenamtlicher, jeder Praktikant, jedes Kind/Jugendlicher (0-27) und jede Familie. Die Vorgaben sollten schleunigst rechtlich und unabhängig geprüft werden!
    Wenn bei einer Übertragung eine Summe von 3,8 Millionen für Jugendarbeit zur Verfügung steht, ist doch das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht! Hier ist doch noch ne Menge zum Einsparen drin. HZE ansteigend, da wird man trotz Controlling noch was hinterher schieben müssen. Und wenn noch mehr benötigt, setzt man die Produktkosten nochmals nach unten. In der heutigen Zeit kann man auch für 18,00 Euro schon etwas erbringen. Qualitativ nicht hochwertig, aber es ist da. Handelskette KICK machts vor.

    Fazit: Was nicht passt, wird passend gemacht!
    Hoch lebe eine Kostenrechnung zum Nachteil des Produktes Kinder- und Jugendarbeit und zum ABWRACKEN dieser!
    Liebe Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes, folgt dem Aufruf der Kameradschaftlichkeit. Übergebt freiwillig eure Stellen und rettet somit die noch weiterhin kürzungsfähige Jugendarbeit. Zum Wohle und Ansehen des Bezirkes! Auch zur Zufriedenheit des wirtschaftlichen Denkens und geplanten Handelns einiger ganz schlauer Leute. :-)

  6. Max im Hauptstadtblog sagt:

    Der Widerstand in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow gegen die Kürzungen im Kinder- und Jugendfreizeitbereich, zeigt schon Wirkung.
    Ob es zum Umdenken der Verantwortlichen im Bezirk oder Senat reichen wird, zeigen die nächsten Tagen und Wochen.
    Im Bezirk Mitte wurde der Haushalt abgelehnt, in Friedrichshain-Kreuzberg ist man eifrig dabei neue Einsparungemodelle dem Jugendhilfeausschuss und der Bezirksverordnetenversammlung vorzulegen. Die Haushalte beider Bezirke wurden treu und fristgerecht mit den Einsparungen eingereicht. Lichtenberg hat es ja vorgemacht. Obwohl man ein Plus in der Kinder- und Jugendarbeit vorweisen kann, wird trotzdem weiter gekürzt Laut Aussage des dortigen Personalrates- 10%.
    In Friedrichshain-Kreuzberg will man mit Präsentationen allen klarmachen, dass die teure Kinder- und Jugendarbeit von anderen Bereichen mitfinanziert wird.
    Die notwendige Finanzierungssumme der Kinder-und Jugendarbeit von 3,8 Mill. gegenüber 119 Mill. Transfermitteln erscheinen sehr gering, sind aber bei dem derzeitigen IST-Stand nicht zu erbringen.
    Laut Aussagen der Verantwortlichen ist die Fahnenstange der Kürzungen schon längst erreicht.
    Da kommt doch die berechtigte Frage auf, wie lang ist denn die Fahnenstange? Wann ist der Kürzungswahn zu Ende?
    Es sollte endlich von den Verantwortlichen eine Ausfinanzierung der Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet werden und keine weiteren Kürzungen vorgenommen werden!
    Auch keine weiteren Kürzungen in allen anderen sozialen Bereichen!

  7. Bernd K. sagt:

    In Charlottenburg hat die Bezirksverordnetenversammlung immerhin beschlossen, dass ein Drittel der Kinder- und Jugendeinrichtungen in kommunaler Trägerschaft verbleiben soll.
    In Frdh./ Kreuzberberg ist das Drittel doch schon lange der Ist-Zustand. Hier wird etwas ausgedünnt, was nicht mehr verantwortbar sein kann und darf. Liegt es am fehlendem Rückgrad der Kommunalpolitik oder spielen hier Eigeninteressen eine große Rolle?
    Von der gelb-schwarzen Regierung kann man nicht viel Soziales erwarten, aber was ist aus den anderen Parteien nur geworden? Jeden Tag liest man beängstigende Sachen im Polizei Ticker. Das Ganze lässt nichts Gutes erwarten.
    Es ist ein Armutszeugnis für diese Weltstadt.
    Bernd K.

  8. futzel sagt:

    wenn es dem widerstand gelingt, endlich den jha und die bvv zu überzeugen, dieser abwicklung öffentlicher jugendarbeit nicht zu zustimmen, ist es hoffentlich auch mit einem umdenken verbunden.
    sei berlin und bringe dich ein. sage nein zu allen sozialen kürzungen. eine ausfinanzierte bildung -auch außerhalb der schule- für die kinder und jugend berlins.

  9. Mitarbeiter sagt:

    Frau Jugendstadträtin reist neuerdings “bewaffnet” mit Modell A & B in der Tasche nicht nur durch ihre eigene Fraktion, sondern durch alle möglichen Ausschüsse, um doch zu erreichen – nur eine vollständige Entkommunalisierung rettet die Kinder,- und Jugendarbeit.
    Frau Herrmann, das wollten Sie seit Beginn ihrer “Berufung” zur Jugendstadträtin. Und da weichen Sie kein Stück davon ab. Ihre KostenRechnereien in der Manier eines zweitklassigen Taschenspielers ist inzwischen nicht nur zu belächeln, nein sie ist erbärmlich und unglaubwürdig.

  10. revoluzer sagt:

    die rechenweise unserer hochbezahlten rechenkünstler ist salopp gesagt, für die tonne.
    bei einer kooperationseinrichtung, werden die kosten perse von den öffentlichen teil der einrichtung getragen.
    das beinhaltet:
    stromkosten
    wasser/abwasserkosten
    reinigungskosten
    reinigungsmittelkosten
    wäschekosten
    reparaturkosten
    kosten der außenanlage
    telefon -/internetkosten
    dies ist kein unerheblicher betrag.

    die produkte beider einrichtungen werden zusammengezählt und durch 2 gerechnet. das verzerrt das bild gewaltig. wie kann ein träger mit einer geringeren stundenanzahl seiner mitarbeiter genau soviel produkte schaffen.

    das unterm strich zusammengerechnet der träger kostengünstiger arbeitet wird damit dargestellt. IST ABER FALSCH UND ENTSPRICHT NICHT DEN TATSACHEN!

    darüber wird schlichtweg geschwiegen.

    bei einer übergabe der einrichtung an den koopertionspartner tragen die gemeinkosten anschließend die übrig gebliebenen kommunalen einrichtungen.

    was daran eingespart wird, bleibt keinesfalls erkennbar.
    der kooperationspartner wird definitiv personell / materiell besser ausgestattet und die kosten zur berechnung des produktes werden auf die öffentlichen umgelegt.

    WAS FÜR EINE PERFIDE VERLOGENHEIT!

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