Mail an den Herrn Bildungssenator
Sehr geehrter Herr Bildungssenator Prof. Dr. Zöllner,
wie Sie leicht auf unserer Seite www.widerstand-berlin.de sehen können, sind wir mit den Sparmaßnahmen auf Kosten unserer Kinder und Jugendlichen nicht einverstanden, gefährden diese doch in höchstem Maße die Kontinuität der engagierten Arbeit aller Pädagogen in kommunalen Kinder- und Jugendfreizeitstätten, welche die Einrichtungen erst zu dem gemacht haben, was sie sind:
Orte der außerschulischen und schulergänzenden Bildung und Förderung unserer Kinder!!!
Frau Bildungsministerin Anette Schavan wurde , so hört man in den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender, gerade erst vom OECD abgemahnt, weil sie die Bildung in Deutschland kaputt spart und musste sich nun verpflichten, die Aufwendungen für Bildung in Deutschland von aktuell wahrhaft mageren 4,8% des Bruttoinlandsproduktes auf erfreuliche 7% desselben bis 2015 zu erhöhen!!!
Welchen Sinn machen vor diesem Hintergrund die Maßnahmen des Senates, frage ich Sie als Sprecherin der Elterninitiative des Widerstandes in Friedrichshain, die gerade jetzt und im nächsten Haushaltsplan des Senates dafür sorgen, dass wichtige Bildungsangebote für unsere Kinder zerstört werden, weil man kurzfristig und vor allem kurzsichtig solche Stätten der Bildung gefährdet, in dem man die Mitarbeiter auf den Überhang setzt – die Vertrauenspersonen unserer Kinder – und bestehende Kooperationen gefährdet, in dem man alle Einrichtungen zur Übernahme durch freie Träger ausschreibt???
Ich fordere Sie hiermit dringend auf, über den Wahnsinn der wohl dahinter stecken muss noch einmal gründlich nachzudenken und dem ein Ende zu bereiten!!
In Zeiten, wo unsere Kinder am Gymnasium z. B. von morgens 8 Uhr bis nachmittags 16 Uhr im Unterricht sitzen – das entspricht dem Arbeitstag eines Erwachsenen – ohne das selbige etwa Ganztagsschulen wären, da gefährden Sie mit dem Haushaltsplan für 2010/11 nun auch noch die Orte, in denen sich unsere Kinder dann nach der Schule friedlich zusammen tun, um mit dem Stress der Schule klar zu kommen, Hausaufgaben zu machen und trotz des umstrittenen 12 -jährigen Abiturs, mit all seinen negativen Auswirkungen auf unsere jungen Menschen eines zu erleben, nämlich,
DASS MAN MIT 12 ODER 13 ODER AUCH 15 UND 16 NOCH NICHT ERWACHSEN IST UND FOLGLICH AUCH NOCH KEINEN 10-stündigen Arbeitstag meistern muss, inklusive Hausaufgaben und Vorbereitungen auf den nächsten Schultag!!!
Es wäre mir ein große Freude, wenn Sie sich darüber mit uns austauschen könnten und wir in der Diskussion zu diesem Thema evtl. Alternativen finden könnten.
Mit freundlichem Gruß
Ute Jokisch












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