DIE LINKE – Jugendeinrichtungen gehören in kommunale Verwaltung
Die Fraktion DIE LINKE fordert, dass das bestehende Angebot der Kinder- und Jugendeinrichtungen in kommunaler Verantwortung erhalten bleibt, ohne dass Leistungen, Qualität oder Personal gekürzt werden.
Die Fraktion DIE LINKE bittet daher die verantwortliche Stadträtin Monika Herrmann, noch vor der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschuss auf einen Fragekatalog zu antworten, der die Widersinnigkeit dieses Vorhabens deutlich machen soll.
Und passend dazu hat die Fraktion auch den Fragekatalog veröffentlicht den ihr hier nachlesen könnt.
Fragen der Fraktion „DIE LINKE“ zur beabsichtigten Übertragung von Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen an anerkannte freie Träger der Jugendhilfe –mit der Bitte, die Fragen rechtzeitig vor der nächsten Sitzung des JHA auch schriftlich zu beantworten
- Welche Einrichtungen mit wie viel Beschäftigten in welchen Berufsgruppen mit welchen Angeboten sollen übertragen werden?
- Wie würde sich nach einer Übertragung das zahlenmäßige Verhältnis zwischen freien Trägern, öffentlichen Trägern und Kooperationen darstellen?
- Wurde den „großen Bedenken“ (s. Schreiben der Stadträtin vom 16.07.) des Jugendamtes, des Personalrates und des „bezirklichen Personalservices“ Rechnung getragen, die eine Übertragung zum 1.1.2010 für nicht umsetzbar halten?
- Hat es schon Gespräche mit freien Trägern oder Interesse von freien Trägern gegeben, die für eine Übertragung in Frage kämen? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen bzw. für wann sind entsprechende Gespräche geplant?
- Wie beurteilt die Dezernentin in diesem Zusammenhang die Haltung der Senatsverwaltung für Finanzen, dass mit Übertragung der Aufgabe auch das Personal zu den freien Trägern wechseln soll bzw. die Beschäftigten im Bezirksamt und/oder im Kita-Eigenbetrieb eingesetzt werden sollen bzw. bei Versetzung in den Stellenpool die Personalkosten zu ersetzen sind?
- Wie stellt sich im Detail die Untersetzung der eingeplanten Konsolidierungssumme in 2010 bzw. 2011 dar? Welche Verschlechterungen bei den Angeboten bzw. bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten erwartet das Bezirksamt?
- Wie beurteilt in diesem Zusammenhang das BA die Konsequenzen der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.7.2009 aus der Revisionsverhandlung zur Klage des Stadtjugendrings Dresden, dass nach dem Gleichhandlungsgebot die Zuwendungen (für Personal) an freie Träger in einer solchen Höhe erfolgen müssen, wie Personalkosten bei Durchführung durch die Stadt selbst entstehen?












September 17th, 2009 at 00:45
freut mich ja sehr, dass sie sich für uns einsetzen, jedoch stellt sich mir schon die frage, wie es dann sein kann, dass ihre partei in mitte ganz anders vorgeht?
KEIN WAHLKAMPF AUF KOSTEN UNSERER JUGEND!!!
September 18th, 2009 at 12:37
ANTWORT:
Halina Wawzyniak
Sehr geehrter Herr, xxx
ob es wirklich zu dem von ihnen zitierten Vorhaben kommt, wird die BVV im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplanes entscheiden. Bislang handelt es sich um einen Vorschlag der Grünen Stadträtin Monika Herrmann.
DIE LINKE hat sich darauf verständigt, dass es mit ihr keine vollständige Übertragung aller Einrichtungen in Freie Trägerschaft geben wird. Wir sehen allerdings eine Übertragung an Freie Träger auch nicht als Privatisierung an, denn nach dem KJHG gibt es eine Trägervielfalt.
Wir werden in den nächsten Wochen über Alternativen diskutieren.
Mit freundlichen Grüßen
Halina Wawzyniak
Sehr geehrte Frau Wawzyniak,
Die Linke werben z.Z. in Friedrh.- Kreuzberg mit Wahlplakaten: Mehr Geld für Bildung, nicht für Banken!
Außerschulische Bildung ist ein großer Baustein in der Entwicklung eines jeden Kindes und Jugendlichen und sollte stets gefördert werden.
Aber in Friedrichshain- Kreuzberg sollen ca. 1 Mill. im Bereich der Kinder,- und Jugendarbeit eingespart werden!
Alle kommunalen Kinder,- und Jugendfreizeiteinrichtungen sollen in freie Trägerschaft übergeben werden.
55 Erzieher,- und Sozialarbeiterstellen fallen weg.
Verlässliche und gut funktionierende Strukturen werden zerschlagen!
Wie stehen Sie zu den Einsparungen in der Kinder, -und Jugendarbeit in Friedrichshain – Kreuzberg?
E.M.