Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Abschaffung der kommunalen Kinder-und Jugendarbeit in Berlin

Sparen um welchem PreisSparen um welchem Preis?
Das die Stadt Berlin pleite ist sollte mitlerweile jeder mitbekommen haben. Seit Jahren spart die Stadt wo sie nur kann und nicht zuletzt in der Kinder- und Jugendarbeit. Doch irgendwo muß auch einmal Schluß sein. Denn zum 1. Januar 2010 soll der Großteil ( in Friedrichshain-Kreuzberg – alle) der noch verbliebenen kommunalen Einrichtungen an freie Träger übergehen. mehr zum Thema “Abschaffung der kommunalen Kinder-und Jugendarbeit in Berlin”

Die Krise – ein Schauspiel der Ohnmacht

Die Hauptverursacher der Krise sind gleichzeitig deren Gewinner. Den Kampf um eine Neuordnung der Finanzbranche haben Angela Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten.
Artikel von
Harald Schumann
Der Tagesspiegel vom 07.03.2010

Die Hauptverursacher der Krise sind gleichzeitig deren Gewinner. Den Kampf um eine Neuordnung der Finanzbranche haben Angela Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten. Tatsächlich sind Merkel, Sarkozy, Obama und ihre Mitstreiter auf diesem Weg bis heute keinen Schritt vorangekommen. Der moralische Protz ihrer Versprechungen steht im umgekehrten Verhältnis zu den tatsächlich ergriffenen Maßnahmen und verstellt den Blick auf ein Politikversagen, dass eher früher als später das ganze Netz der globalisierten Wirtschaft zu zerreißen droht. Bis heute wurde keiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Die Hauptverursacher der Krise sind nun sogar die Gewinner und schanzen sich schon wieder zweistellige Millionengehälter zu. Und immer sichtbarer wird, dass die Fehlentwicklung der globalisierten Finanzwelt einer kleinen Clique aus den Führungsetagen von etwa 15 globalen Finanzkonzernen eine Macht in die Hände gespielt hat, die sich jeder demokratischen Kontrolle entzieht. Das begann schon damit, dass die Bankfürsten selbst die Bedingungen diktierten, zu denen ihre Geldkonzerne mit Steuergeld gerettet wurden. In Deutschland ging das so weit, dass der Vertreter der Geldwirtschaft, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, persönlich die Kernpunkte mit der ahnungslosen Kanzlerin und ihrem überforderten Finanzminister aushandeln konnte.


Heute – Vorbereitungstreffen

Vorbereitungstreffen für die Demo im Juni “Wir zahlen nicht für Eure Krise” findet am Dienstag, den 09. März um 18:30Uhr im Cafe Omayra, Engeldamm 68 (Nähe U8 Heinrich-Heine-Str.) statt.

Maserati Affaire

Über die Maserati Affaire der Treberhilfe Berlin wurde hier ja schon so einiges geschrieben/ berichtet. Und ich will hier auch die Diskussion dazu nicht erneut anheizen. Dennoch will ich euch dieses Video nicht vorenthalten. Warum? Das sagt euch das Video :) . mehr zum Thema “Maserati Affaire”

Kundgebung

Kundgebung 8. März 10.00 Uhr vor dem Sozialsenat : Oranienstr. 106
gegenüber der Bundesdruckerei ( Bus M 29 U- Moritzplatz, bzw. Kochstr.)

Wir wollen keine Blumen zum 8. März Frau Blum !
Wir brauchen die von Ihnen in 2009 versprochenen besseren Lösungen für die Einzelfallhilfe = EFH !

- Einzelfallhelfer/innen (EFH) für Menschen in Not protestieren gegen Unterbezahlung !
- Keine Verdrängung der EFH durch das hierarchischer organisierte BEW ( betreutes Einzelwohnen ) und dessen Lobbies !

Individuelle Hilfen (EFH) für Menschen in Not, um mit dem Alltag, den Ämtern usw. zurecht zu kommen, sollen weiter als Einzelfallhilfe direkt 1 zu 1 von Betroffenen wählbar und einsatzbar sein und nicht durch BEW ersetzt werden. Die EFH muss ausreichend honoriert werden, sonst werden die EFHs selber krank durch das System !

Bedingt durch die Krise müssen wir fragen:
Fällt auch einem rot-roten Senat nichts anderes ein, als ganz unten zu versuchen weiter einzusparen?! EFH ist aufsuchende Sozialarbeit, die in Berlin von vielen Frauen und engagierten Menschen gemacht wird. Sie ermöglicht es, individuel zu helfen und Ungerechtigkeiten aus den Hartz IV- und Ämterchaos vorzubeugen o. auszugleichen.
EFH ist die einzige Hilfe, wo die Menschen in Not direkt die HelferInnen bestimmen können und nicht eine hierachische Organisation dazwischen steht. Solche Organisationen bieten das Bew = betreutes Einzelwohnen an, welches der EFH vergleichbar ist. Große BEW Organisationen haben nicht genauso die Klienten zentral im Blick, weil sie als Unternehmen funktionieren . Weil die Krise Einsparungen im Sozialen erwarten ließ haben die BEW Träger, mehr Nachfrage erwartend, mehr Budgets beantragt, mit dem Psychiatriebeauftragen wird darauf gedrängt, dass ihre BEW absoluten Vorrang habe: Wenn nun wirklich eingespart wird könnte also die EFH dadurch verdrängt werden. Oder aber sie wird immer weiter in die unbezahlte Arbeit abgedrängt werden, die typischerweise als Beziehungs-arbeit weiblich konotiert und abgewertet ist, weil sie nicht hierarchisch mit einem Chef strukturiert ist, sondern der/die Chef ist die Klienten sind. Wir appelieren an ihre frauenpolitsche und genderdemokratische Einsicht: machen Sie ihr Versprechen für eine bessere Lösung, als den Entwurf von Frau Knacke Werner wahr:
Die gute Arbeit der EFH muss erhalten und ausreichend gut honoriert werden!
Wenn Berlin sozial sein soll, kann die Finanzkrise nicht einfach durch Wegsparen sozialer Errungenschaften überwunden werden, sondern die Reichen müssen mehr besteuert werden. Berlin ist so sozial, wie wir es umsetzen : lassen Sie sich nicht einwickeln Frau Blum!

Kein Haushalt 2010/2011 für den Bezirk Frdh.-Kreuzberg

Wie im Berliner Abendblatt (Ausgabe Friedrichshain Nr. 09 vom 06.03.2010) geschrieben,  besteht ein seltenes Bündnis aus Grünen, Linken, CDU und FDP.
Halina Wazyniak (MdB) von den Linken sagte, ihre Partei habe sich für den Bezirk zwischen Pest und Cholera entscheiden müssen.

Dagegen gibt es in Mitte endlich einen Haushalt, wie in der Berliner Woche (Ausgabe vom 03.03.2010) zu lesen ist. Demnach arbeiten SPD und Grüne  zusammen und es gibt einen Mega-Sparplan mit Mini-Änderungen.
Der Haushaltsplan sieht allein für 2010 Kürzungen von knapp 25 Millionen Euro vor. Jugendclubs werden dichtgemacht, Spielplätze und Parks nicht gebaut und Bibliotheken, Seniorenfreizeitstätten und Kultureinrichtungen geschlossen.

Das Netzwerk wird löchrig

Weil die Bezirke nicht mehr genug Geld haben, werden reihenweise Jugendeinrichtungen dichtgemacht oder an günstigere private Träger übergeben.
von Claire Horst

Doch der freien Jugendarbeit nützt das wenig. Schon bisher erhielt sie in allen Bezirken weniger als 10 Prozent der Mittel für die Jugendhilfe. Dass Mitte jetzt 2,5 Millionen einsparen soll und Kreuzberg 2 Millionen, bedeutet das Ende der bisherigen Vielfalt. Und KritikerInnen halten die eingeschlagenen Sparwege für wenig sinnvoll. “Viele freie Träger machen tolle Arbeit”, sagt Initiatorin Jokisch. “Aber der Bezirk kann nicht einfach seine Verantwortung abgeben.” Sie befürchtet, dass einzelne freie Träger später viel leichter abzuwickeln sind. Außerdem hätten sie freie Hand bei der Wahl ihrer MitarbeiterInnen. Wer bis zu 20 Prozent weniger zahlen könne, werde auch weniger qualifiziertes Personal einstellen, glaubt Jokisch. Das zeige auch das Beispiel Lichtenberg: Dort wurde die Jugendarbeit bereits 2007 privatisiert.

Schwere Vorwürfe gegen Evangelisches Jugendwerk

von Frank Nordhausen
Nach Informationen des rbb-Politikmagazins Klartext vom Mittwochabend gibt die international tätige Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk AG (EJF) offenbar Steuergelder in erheblichem Umfang für fragwürdige Beraterverträge aus.
vollständiger Artikel unter:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0304/berlin/0105/index.html

siehe auch hierzu den Artikel:
Weiterer SPD-Abgeordneter unter Filz-Vorwurf

Nonprofit statt “Social Profit”

Der Paritatische Wohlfahrtsverband wird aktiv, um noch mehr Schaden von den Sozialunternehmen in Berlin abzuwenden. Es soll ein „Nonprofit Governance Codex“ eingefuhrt werden. Damit sollen die „internen Kontrollen noch wirksamer gestaltet“ werden.
geschrieben von: Redaktion am 06.03.2010, 09:26 Uhr
paperpress 455

Doch prekäre Arbeitsverhältnisse?

Wie dem Tagesspiegel zu entnehmen ist, wurde einen Teil der Anschaffungskosten für den Dienstwagen-Maserati des beurlaubten Treberhilfe-Chefs Harald Ehlert durch seine Untergebenen erarbeitet.

Über einen verpflichtenden Verhaltenskodex für gemeinnützige Sozialunternehmen, will am Montag die Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) mit den Wohlfahrtsverbänden sprechen. Dabei werde sie auf die Einhaltung einer „ortsüblichen tariflichen Vergütung“ dringen, sagte eine Sprecherin dem Tagesspiegel. „Wir orientieren uns am Berliner Corporate Governance Codex und dem Gesetz zur Herstellung von Transparenz bei den Berliner Anstalten.“ Danach müssten die Gehälter von Vorständen und Geschäftsführern offengelegt werden.

Verschwendung vom Amt

von Lorenz Maroldt
Das die kommunalen „Kostenträger“ das Geld der Bürger dieser Stadt bei einem übergeschnappten Aufschneider versumpfen lassen, ohne ausreichend zu kontrollieren, das ist ein echter Skandal.

vollständiger Artikel unter:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Treberhilfe-Sozialausgaben-Ehlert;art141,3039886

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